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Ausbildung

Mit individueller Förderung die berufliche Zukunft sichern

Staatssekretärin Katrin Schütz besuchte auf ihrer arbeitsmarktpolitischen Reise auch den Ausbildungsverbund der BruderhausDiakonie in Tübingen.

Im Gespräch beim Ausbildungsverbund.

Professionelle Begleitung

Unterstützung bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche, bei psychischen Problemen oder bei der Organisation des Alltags: Mit diesen konkreten Hilfen unterstützt die BruderhausDiakonie junge Menschen, die sozial benachteiligt sind oder einen erhöhten schulischen Förderbedarf haben, damit sie eine Ausbildung und den Start ins Berufsleben meistern. Das erläuterten Silke Burgdorf, Leiterin der Maßnahme Assistierte Ausbildung (AsA) beim Ausbildungsverbund Tübingen, und Ausbildungsbegleiterin Nicole Fuß im Gespräch mit Staatssekretärin Katrin Schütz. Das Förderprogramm AsA ist ein Angebot der Agentur für Arbeit, mit der Durchführung wurde die BruderhausDiakonie beauftragt.

Man brauche die Unterstützung durch einen professionellen Bildungsträger wie die BruderhausDiakonie, um ein solches Programm erfolgreich durchzuführen, betonte die Staatssekretärin. „Wenn man wie hier rechtzeitig reagiert, ist das gut für die Ausbildung und den Start in den Beruf.“

Fördermaßnahme in drei Phasen

Silke Burgdorf erläuterte die drei Phasen der Fördermaßnahme, zu der junge Menschen über die Berufsberatung der Arbeitsagentur finden: Zunächst trainieren die Teilnehmer ein halbes Jahr lang außerbetrieblich in den Räumen des Ausbildungsverbunds der BruderhausDiakonie nach einem festen Wochenplan soziale Kompetenz und konstruktives Verhalten in Konfliktsituationen. Sie lernen Bewerbungen zu schreiben, und sie erhalten Unterricht in Deutsch, Mathematik, Gemeinschaftskunde sowie lebenspraktischen Unterricht. „Diese individuelle Förderung dient der Vorbereitung auf dem Ausbildungsalltag“, verdeutlichte Maßnahmen-Leiterin Silke Burgdorf. „Wir wollen, dass die Ausbilder und Arbeitgeber ein Fundament haben, auf dem sie aufbauen können.“

Ausbildung in Voll- und Teilzeit

Über die weiteren Maßnahmen-Phasen informierte sich Staatssekretärin Schütz in der Metzgerei Oskar Zeeb in Tübingen-Derendingen, die eng mit den AsA-Mitarbeitern der BruderhausDiakonie zusammenarbeitet. Eine 21-jährige Maßnahmenteilnehmerin hat in der Metzgerei eine Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Fleischerei begonnen. Die junge Frau hat eine kleine Tochter und nutzt deshalb die Möglichkeit der assistierten Ausbildung in Teilzeit. Für sie bedeutet das eine 30-Stunden-Woche. „Leider gibt es immer noch viele junge Menschen, die keine Erstausbildung haben, weil sie ein kleines Kind haben und von dieser Form der Ausbildung nichts wissen“, bedauerte Staatsekretärin Schütz. Die Teilzeitausbildung müsse deshalb bekannter werden.

Während ihrer Ausbildung wird die junge Mutter von Nicole Fuß begleitet. Diese ist Ansprechpartnerin in sämtlichen Angelegenheiten – auch der Betrieb kann sich mit Fragen an sie wenden. „Ich fühle mich von der BruderhausDiakonie gut unterstützt und betreut“, unterstrich die Auszubildende, die ihre Aufgaben im Betrieb motiviert und mit großer Freude übernimmt. Selbstbewusst erklärte sie Staatssekretärin Katrin Schütz ihre Arbeit: „Wenn der Beruf Spaß macht, kann nichts schiefgehen“, fasste die junge Frau zusammen. In der dritten Phase der AsA-Maßnahme werden die Teilnehmer beim Übergang ins Berufsleben unterstützt.

Foto: Raphaela Weber

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